Experten diskutieren über Gewalt von Kindern und Jugendlichen

Onlineveröffentlichung der HTW-Saarbrücken, Prof. Kraimer


Franz Herz-Bauer, (Koordinator des Facharbeitskreises „Mediation“ der Landeshauptstadt München), Birgit Brehmer-Pöppel (Mediatorin, Lehrerin an der Städtischen Anne-Frank- Realschule München), Rudolf Stroetmann (Dipl.-Päd., Familien-Therapeut, Fachbereichsleiter für Schulsozialarbeit und Jugendhilfe, Margaretenstift Saarbrücken), Martin Hoffmann (Stellvertretender Landesvorsitzender des DVJJ, Polizei Dillingen) und Sandra Giesemann, M.A. (Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Fakultät für Sozialwissenschaften und Master of Criminology and Police Science) 
Die Aula am Campus Rastpfuhl war bis auf den letzten Platz besetzt. 


Am 26. Mai 2011 lud der Landesverband Saarland des Deutschen Kinderschutzbundes e.V. (DKSB), die Landesgruppe Saarland der Deutschen Vereinigung für Jugendgerichte und Jugendgerichtshilfen e.V. (DVJJ) und die HTW zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Gewalt von Kindern und Jugendlichen“ in die Aula der HTW am Campus Rastpfuhl ein. Initiiert wurde diese von Seiten der HTW durch Sandra Giesemann, M. A., Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Fakultät für Sozialwissenschaften. Zielgruppe waren neben Jugendlichen, Eltern und Studierenden, Beschäftigte aus den Bereichen soziale Arbeit, Erziehung, Polizei und Justiz. Ein Vorbericht in der Saarbrücker Zeitung informierte die Öffentlichkeit und machte neugierig. Sehr groß war dementsprechend das Interesse; der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt.
Im Anschluss an die Begrüßung durch die stellvertretende Landesvorsitzende des DKSB, Elisabeth Geiger, und den Vorsitzenden der DVJJ-Landesgruppe Saarland, Thomas Eggs, sowie durch HTW-Professor Dr. Klaus Kraimer folgte ein Impulsreferat von Prof. Dr. Günther Deegener, Landesvorsitzender des DKSB.
Das Thema „Gewalt von Kindern und Jugendlichen“ wurde aus unterschiedlichen Blickwinkeln diskutiert. Durch die Moderation der Leiterin des Jugendamtes des Regionalverbandes Saarbrücken, Uschi Biedenkopf, und die fachlichen Ausführungen der Podiumsmitglieder entstand im Laufe der ca. zweistündigen Veranstaltung eine rege Diskussion.
"Welche Ursachen hat delinquentes Handeln bei Kindern und Jugendlichen?", und vor allem "Wie kann, in Zusammenarbeit mit den anwesenden Disziplinen, delinquentem Handeln von Kindern und Jugendlichen vorgebeugt werden? Welche Handlungsalternativen gibt es für Kinder und Jugendliche?", waren grundlegende Fragen, die im Laufe der Veranstaltung diskutiert und mit Hilfe von Beiträgen der Podiumsmitglieder erörtert und aus fachlich fundierter Sicht dargestellt wurden. Eine einfache Antwort auf diese Fragen gibt es nicht, jedoch zeigte sich einmal mehr, wie bedeutsam die Kooperation von sozialer Arbeit, Schule, Polizei, Justiz und Eltern ist.
Sandra Giesemann, M.A., erörterte aus sozialwissenschaftlicher Sicht, welche Faktoren dazu beitragen können, dass Kinder und Jugendliche delinquent werden. Dass ein einzelner Faktor oftmals nicht alleine Auslöser für abweichendes Verhalten ist, wurde auch durch die Beiträge der anderen Podiumsmitglieder bestätigt. Wichtig wird auch in Zukunft sein, präventiv zu handeln, Kinder und Jugendliche in Problemlagen aufzufangen und ihnen andere Wege – als die der Gewalt – aufzuzeigen. Daher wurde bereits am Ende dieses Abends vorgeschlagen, die Kommunikation und Kooperation zwischen den einzelnen Disziplinen aufrechtzuerhalten und durch die Unterstützung der HTW weiter auszubauen.


Anmerkung

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